Was ist eine „Explanation of Benefits“ (EOB), und wie liest man sie?
Nach praktisch jedem Arztbesuch mit Versicherungsbeteiligung erhält man in den USA eine Explanation of Benefits – ein Dokument, das anfangs verwirrend wirken kann, aber wichtige Informationen liefert.
Was eine EOB ist – und was sie nicht ist
Eine EOB ist keine Rechnung, auch wenn sie auf den ersten Blick wie eine wirkt. Sie zeigt auf, was der Leistungserbringer der Versicherung in Rechnung gestellt hat, wie viel davon die Versicherung übernommen hat, und welcher Betrag dem Patienten selbst in Rechnung gestellt werden darf.
Die wichtigsten Bestandteile einer EOB
• Der ursprünglich abgerechnete Betrag des Leistungserbringers (Billed Amount)
• Der zwischen Versicherung und Leistungserbringer vertraglich vereinbarte, oft deutlich niedrigere Betrag (Allowed Amount)
• Der von der Versicherung übernommene Anteil sowie der verbleibende Patientenanteil (Patient Responsibility)
Warum sich ein genauer Blick lohnt
Abrechnungsfehler zwischen Leistungserbringer und Versicherung sind keine Seltenheit. Ein Abgleich der EOB mit der tatsächlich erhaltenen Behandlung – stimmen Datum, Art der Leistung und Anzahl der Termine überein – kann helfen, fehlerhafte Abrechnungen frühzeitig zu erkennen, bevor eine separate Rechnung des Leistungserbringers ins Haus flattert.
Die tatsächliche Zahlungsaufforderung kommt in der Regel separat vom Leistungserbringer selbst, erst nachdem die EOB von der Versicherung verarbeitet wurde – die beiden Dokumente sollten vor einer Zahlung miteinander abgeglichen werden.