Was ist eine „Title Insurance“, und warum braucht man sie?

In Deutschland sorgt das Grundbuch für Klarheit über die Eigentumsverhältnisse. In den USA gibt es kein vergleichbar zentrales und verbindliches Register. Stattdessen wird die Eigentumskette vor dem Kauf geprüft und das verbleibende Risiko über eine Title Insurance abgesichert.

Wogegen sie schützt

• Unbekannte Belastungen der Immobilie, etwa offene Forderungen von Handwerkern oder Steuerbehörden

• Fehler oder Fälschungen in früheren Übertragungsdokumenten

• Ansprüche von Personen, die bei einem früheren Verkauf übergangen wurden, etwa Erben

Zwei Arten von Policen

Die Police für den Kreditgeber schützt dessen Darlehen und wird bei einer Finanzierung praktisch immer verlangt. Die Police für den Eigentümer schützt den Käufer selbst und ist zwar oft freiwillig, aber dringend zu empfehlen. Die Prämie wird in beiden Fällen einmalig beim Closing bezahlt und nicht jährlich.

Praktischer Rat

In manchen Bundesstaaten, etwa Texas, sind die Prämien staatlich festgelegt, in anderen kann man vergleichen. Unabhängig davon lohnt es sich, den vorläufigen Prüfbericht der Title Company vor dem Closing genau zu lesen und Unklarheiten rechtzeitig zu klären.

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