Was ist „Porch Piracy“ und wie schützt man sich?
„Porch Piracy“ bezeichnet den Diebstahl von Paketen direkt von der Haustür oder Veranda, nachdem der Zusteller sie dort ohne persönliche Übergabe abgestellt hat – ein in den USA verbreitetes genug Phänomen, dass sich ein eigener Begriff dafür etabliert hat.
Warum das Problem in den USA größer ist als in Deutschland
Anders als in Deutschland, wo Pakete häufig bei Nachbarn oder in Paketstationen abgegeben werden, ist das einfache Ablegen vor der Haustür („Leave at door“) in den USA weit verbreiteter Standard – begünstigt durch den enormen Online-Handel-Anteil und oft freistehende Häuser ohne gemeinsamen Hauseingang, an dem ein Nachbar das Paket annehmen könnte.
Verbreitete Schutzmaßnahmen
• Überwachungskameras an der Haustür (z. B. smarte Video-Klingeln) – inzwischen in vielen Vorstadthaushalten Standard, auch als Abschreckung sichtbar montiert
• Abgeschlossene Paketboxen, in die Zusteller Pakete einwerfen können, die aber ohne Schlüssel nicht wieder entnehmbar sind
• Lieferung an Abholstationen oder Paketschließfächer statt an die Haustür, wo verfügbar
• Lieferzeiten so wählen, dass jemand zu Hause ist, oder auf Signatur-Pflicht bei wertvollen Paketen bestehen
• Explizite Abstellanweisungen beim Versanddienst hinterlegen (z. B. „hinter der Pflanze“, „beim Nachbarn klingeln“) statt der Standardablage direkt sichtbar an der Tür
Wer neu in eine Nachbarschaft zieht, sollte diese Vorsichtsmaßnahmen von Anfang an mitdenken, statt erst nach dem ersten gestohlenen Paket zu reagieren – gerade in der ersten Zeit, in der ohnehin viele Lieferungen für die Wohnungseinrichtung ankommen.