Welche Haustier-Vorschriften gelten häufig in Mietwohnungen/HOAs?
Wer mit Hund oder Katze eine Mietwohnung sucht oder in eine HOA-verwaltete Siedlung zieht, sollte sich auf teils deutlich konkretere Einschränkungen einstellen, als das in vielen deutschen Mietverhältnissen üblich ist.
Typische Einschränkungen bei Mietwohnungen
• Rassebeschränkungen: Bestimmte, oft als potenziell gefährlich eingestufte Hunderassen werden von vielen Vermietern und Versicherungen grundsätzlich ausgeschlossen
• Gewichtsbeschränkungen: Viele Mietobjekte, insbesondere Apartmentanlagen, setzen eine maximale Gewichtsgrenze für Hunde fest, unabhängig von der konkreten Rasse
• Begrenzte Anzahl erlaubter Haustiere pro Wohnung, auch bei grundsätzlich haustierfreundlichen Objekten
• Zusätzliche Kosten: neben einer regulären Security Deposit oft eine separate, nicht erstattungsfähige Haustiergebühr (Pet Fee) und/oder eine monatliche Haustier-Zusatzmiete (Pet Rent)
Was in HOA-verwalteten Siedlungen zusätzlich gelten kann
• Eigene, über die allgemeinen Mietvorschriften hinausgehende HOA-Regeln zu erlaubten Rassen, Größen oder Anzahl der Haustiere pro Haushalt
• Vorgaben zur Leinenpflicht und zum Verhalten in Gemeinschaftsbereichen (Pools, Parks innerhalb der Siedlung)
• Teils eigene Regeln zur Entsorgung von Hundekot in Gemeinschaftsbereichen, mit möglichen Bußgeldern bei Verstößen
Praktischer Rat
Vor jeder Wohnungssuche mit Haustier lohnt sich eine frühzeitige, direkte Nachfrage nach den konkreten Haustier-Richtlinien des jeweiligen Objekts oder der HOA – inklusive aller anfallenden Zusatzkosten – statt diese Informationen erst nach der Zusage oder gar dem Einzug zu erfahren.