Wie funktioniert die Grundsteuer (Property Tax) in den USA?

Die Grundsteuer ist für Hauseigentümer in den USA einer der größten laufenden Kostenpunkte – und sie fällt je nach Bundesstaat und Gemeinde sehr unterschiedlich aus. Wer ein Haus kauft, sollte sie deshalb genauso genau prüfen wie die monatliche Kreditrate.

Wie sie berechnet wird

• Grundlage ist der von einer örtlichen Bewertungsstelle festgesetzte Wert der Immobilie, der regelmäßig neu ermittelt wird

• Auf diesen Wert erheben mehrere Stellen jeweils eigene Steuersätze – etwa County, Stadt, Schulbezirk und weitere Sonderbezirke

• Die Summe dieser Sätze ergibt die tatsächliche Steuerlast, die meist einmal jährlich fällig wird

Warum sie so unterschiedlich ausfällt

Bundesstaaten ohne eigene Einkommensteuer, wie Texas, finanzieren Schulen und Kommunen stärker über die Grundsteuer. Dadurch kann die jährliche Belastung dort spürbar höher sein als in Staaten mit Einkommensteuer – selbst bei vergleichbaren Hauspreisen.

Einspruch gegen die Bewertung

Eigentümer erhalten regelmäßig eine Mitteilung über den neu festgesetzten Wert. Hält man ihn für zu hoch, kann man innerhalb einer festen Frist Einspruch einlegen. Viele Eigentümer nutzen diese Möglichkeit jedes Jahr, weil schon eine moderate Korrektur des Werts die Steuerlast spürbar senkt.

Praktischer Rat

Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf die tatsächliche Steuerlast der vergangenen Jahre und auf die Sätze der zuständigen Bezirke. Bei Neubauten oder frisch verkauften Häusern kann die Bewertung im Folgejahr deutlich steigen.

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