Wie funktioniert Schwangerschaft/Geburt versicherungstechnisch in den USA?
Die versicherungstechnische Abdeckung von Schwangerschaft und Geburt ist in den USA gesetzlich als wesentliche Grundleistung vorgeschrieben, die konkrete Kostenbeteiligung unterscheidet sich aber je nach Tarif erheblich.
Was gesetzlich vorgeschrieben ist
Seit einer bundesweiten Gesundheitsreform müssen praktisch alle regulären Krankenversicherungstarife Schwangerschafts- und Geburtsleistungen als Grundleistung einschließen – ein genereller Ausschluss dieser Leistungen ist nicht mehr zulässig.
Was die tatsächlichen Kosten beeinflusst
• Die Höhe des eigenen Deductibles bestimmt maßgeblich, wie viel während der Schwangerschaft und Geburt selbst zu tragen ist, bevor die Versicherung den vereinbarten Anteil übernimmt
• Der Netzwerkstatus von Geburtsklinik, Geburtshelfer und gegebenenfalls Anästhesisten beeinflusst die Kosten erheblich – eine vorherige Prüfung aller beteiligten Leistungserbringer lohnt sich besonders bei einer so planbaren Leistung wie einer Geburt
• Auch bei versicherter Geburt können je nach Tarif und tatsächlichem Behandlungsverlauf spürbare Eigenanteile anfallen, insbesondere bei Komplikationen oder einem Kaiserschnitt
Praktischer Rat
Bei einer geplanten Schwangerschaft lohnt sich eine frühzeitige, gezielte Prüfung des eigenen Versicherungstarifs auf die konkreten Bedingungen für Schwangerschaft und Geburt, sowie eine Klärung, welche Geburtsklinik und welches Ärzteteam im eigenen Netzwerk liegen – idealerweise noch bevor die Schwangerschaft beginnt oder in einem sehr frühen Stadium.