Wie verbreitet sind Betrugsanrufe ("Scam Calls"), und wie schützt man sich?
Betrugsanrufe sind in den USA ein deutlich größeres und alltäglicheres Problem, als man es aus Deutschland gewohnt ist – eine gesunde Grundskepsis gegenüber unbekannten Anrufen sollte man sich von Anfang an angewöhnen.
Typische Formen von Betrugsanrufen
• Vermeintliche Anrufe von Behörden (Steuerbehörde, Einwanderungsbehörde) mit Drohungen rechtlicher Konsequenzen bei sofortiger Nichtzahlung
• Vorgetäuschte Anrufe von Banken oder Kreditkartenunternehmen, die nach Kontodaten oder Zugangscodes fragen
• Sogenannte „Robocalls“ – automatisierte Anrufe mit aufgezeichneten Nachrichten, oft mit gefälschter, lokal wirkender Absendernummer (Spoofing)
• Gewinnversprechen oder vorgetäuschte Notfälle von angeblichen Familienmitgliedern
Grundregeln zum Selbstschutz
• Seriöse Behörden und Banken fordern am Telefon grundsätzlich niemals sensible Daten wie vollständige Kontonummern, Sozialversicherungsnummer oder Passwörter ein
• Bei Unsicherheit auflegen und über eine selbst recherchierte, offizielle Telefonnummer (nicht die vom Anrufer genannte) zurückrufen
• Unbekannte Nummern, insbesondere mit unbekannter Vorwahl, im Zweifel nicht annehmen und stattdessen eine Nachricht hinterlassen lassen
• Niemals unter Zeitdruck am Telefon eine Zahlung veranlassen oder Zugangsdaten preisgeben, egal wie dringend die Situation dargestellt wird
Diese Wachsamkeit sollte man sich möglichst früh nach der Ankunft angewöhnen, da Neuankömmlinge – mit noch wenig Erfahrung im amerikanischen Behörden- und Bankensystem – von Betrügern teils gezielt als leichtere Ziele wahrgenommen werden.