Muss ich eine amerikanische Bank nutzen, oder reicht mein deutsches Konto?

Ein eigenes US-Bankkonto ist im Alltag praktisch unumgänglich. Ein deutsches Konto lässt sich zwar parallel weiterführen, kann ein amerikanisches Konto im täglichen Leben aber nicht ersetzen.

Warum ein deutsches Konto nicht ausreicht

• Gehalt: US-Arbeitgeber zahlen praktisch ausschließlich per Direct Deposit auf ein US-Konto, nicht per internationaler Überweisung

• Miete und laufende Rechnungen: Vermieter, Versorger und viele Dienstleister erwarten Zahlung per US-Scheck, ACH-Überweisung oder Zelle – alles Systeme, die ein deutsches Konto nicht bedienen kann

• Gebühren: Jede Kartenzahlung oder Abhebung mit einer deutschen Karte in den USA kostet in der Regel Auslandseinsatz- und Wechselkursgebühren, die sich im Alltag schnell summieren

• Kredithistorie: Nur ein US-Konto mit US-Karten trägt zum Aufbau des eigenen Credit Scores bei

Was in der Praxis sinnvoll ist

Die gängige Lösung ist, das deutsche Konto für laufende deutsche Verpflichtungen (z. B. Versicherungen, die weiterlaufen) zu behalten, für den amerikanischen Alltag aber möglichst früh ein US-Konto zu eröffnen. Viele deutsche Banktöchter in den USA erleichtern Neuankömmlingen den Einstieg, oft lässt sich ein Konto bereits vor der Ankunft oder in den ersten Tagen vor Ort eröffnen – ein früher Start lohnt sich, da ohne US-Konto auch kein Kredithistorie-Aufbau beginnen kann.

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