Warum sind Mengenrabatte/Großpackungen in den USA so verbreitet (Costco, Sam's Club)?
Mitgliedschaftsbasierte Großmärkte wie Costco oder Sam's Club sind ein fester, in den USA deutlich stärker verankerter Bestandteil der Einkaufskultur, als man das von deutschen Großhandelsmärkten gewohnt ist.
Wie das Konzept funktioniert
Der Zugang zu diesen Märkten setzt eine kostenpflichtige, meist jährliche Mitgliedschaft voraus. Im Gegenzug bieten sie deutlich reduzierte Stückpreise, allerdings fast ausschließlich in großen Packungsgrößen und Mengen, die auf den Bedarf größerer Familien oder kleiner Unternehmen ausgelegt sind.
Warum sich das für viele Familien trotzdem lohnt
• Bei Artikeln des täglichen Bedarfs (Windeln, Reinigungsmittel, Grundnahrungsmittel) kann sich die Mitgliedschaft bereits nach wenigen größeren Einkäufen amortisieren
• Auch Nicht-Lebensmittel (Elektronik, Reifen, teils sogar Reise- und Versicherungsangebote) werden über diese Märkte oft günstiger angeboten
• Für größere Familien oder Haushalte mit hohem, planbarem Verbrauch ist das Konzept besonders wirtschaftlich
Was man bei der Umstellung beachten sollte
• Ausreichend Lagerkapazität zuhause einplanen – ein zusätzlicher Vorratsschrank oder eine zweite Gefriertruhe sind in vielen amerikanischen Haushalten mit Großeinkaufs-Gewohnheit keine Seltenheit
• Verderbliche Waren nur in Mengen kaufen, die tatsächlich vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums verbraucht werden können, um den Preisvorteil nicht durch Verderb wieder zu verlieren
• Vor Abschluss der Mitgliedschaft realistisch abschätzen, ob der eigene Verbrauch das jährliche Mitgliedschaftsentgelt tatsächlich rechtfertigt
Wer sich auf dieses andere Einkaufsprinzip einlässt, statt es mit kleineren, häufigeren deutschen Einkaufsgewohnheiten zu vergleichen, kann bei den laufenden Haushaltskosten spürbar sparen.