Was ist ein „FICO Score“ genau, und wie unterscheidet er sich vom allgemeinen Credit Score?
„Credit Score“ ist der Oberbegriff für eine Zahl, die die Kreditwürdigkeit einer Person zusammenfasst. FICO ist die bekannteste und am weitesten verbreitete konkrete Berechnungsmethode dahinter – vergleichbar mit „Taschentuch“ als Oberbegriff und „Tempo“ als bekannteste Marke.
Wie der FICO Score aufgebaut ist
Der FICO Score bewegt sich auf einer Skala von 300 bis 850 Punkten. Er setzt sich im Kern aus fünf gewichteten Faktoren zusammen:
• Zahlungsverhalten (ca. 35 %) – wurden Rechnungen pünktlich beglichen?
• Kreditauslastung (ca. 30 %) – wie viel des verfügbaren Kreditrahmens wird tatsächlich genutzt?
• Länge der Kredithistorie (ca. 15 %) – wie lange bestehen die Konten bereits?
• Kreditmix (ca. 10 %) – Mischung aus z. B. Kreditkarte, Autokredit, Hypothek
• Neue Kreditanfragen (ca. 10 %) – wie viele neue Konten oder Anfragen gab es zuletzt?
FICO ist nicht die einzige Methode
Neben FICO existiert etwa auch VantageScore, ein alternatives Modell, das von den drei großen Auskunfteien gemeinsam entwickelt wurde und nach einer leicht abweichenden Logik rechnet. Banken entscheiden selbst, welches Modell sie für ihre Kreditentscheidungen heranziehen – meist ist es jedoch eine Variante von FICO.
Was das für Neuankömmlinge bedeutet
Da beide Scores auf denselben Rohdaten (Zahlungsverhalten, Kontoalter, Auslastung) basieren, führt derselbe Weg automatisch zu einer Verbesserung beider Werte. Man muss sich also nicht für ein Modell „entscheiden“, sondern schlicht die grundlegenden Verhaltensregeln einhalten.