Wie teuer sind verschreibungspflichtige Medikamente ohne bzw. mit Versicherung wirklich?
Die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente in den USA können ohne Versicherungsdeckung erheblich schwanken – und liegen bei bestimmten Medikamenten deutlich über dem, was man aus Deutschland gewohnt ist.
Warum die Preise so unterschiedlich ausfallen
• Ohne Versicherung zahlt man den vollen Listenpreis, der je nach Medikament (insbesondere bei neueren, patentgeschützten Präparaten) erheblich sein kann
• Mit Versicherung greift meist ein separates, oft gestuftes System für Medikamentenzuzahlungen (Copays), das unabhängig vom allgemeinen Deductible funktionieren kann
• Generika (wirkstoffgleiche Nachahmerpräparate nach Patentablauf) sind in der Regel deutlich günstiger als Markenpräparate – bei den meisten gängigen Medikamenten eine sinnvolle, ärztlich oft ausdrücklich empfohlene Alternative
Praktische Wege, die Kosten zu senken
• Aktiv nach der Generika-Alternative eines verschriebenen Medikaments fragen, sowohl beim Arzt als auch in der Apotheke
• Preise zwischen verschiedenen Apothekenketten vergleichen – die Unterschiede können für dasselbe Medikament überraschend groß ausfallen
• Rabatt-Apps und -Programme für Medikamente (auch für Versicherte teils nutzbar) können die Kosten zusätzlich senken
• Bei Dauermedikation lohnt sich ein Blick auf Großpackungen (90-Tage-Vorrat) statt monatlicher Einzelverschreibung, da das oft günstiger pro Einheit ist
Wer regelmäßig auf bestimmte Medikamente angewiesen ist, sollte diesen Kostenfaktor von Anfang an aktiv in die eigene Versicherungs- und Budgetplanung einbeziehen, statt ihn erst in der Apotheke zu entdecken.