Was ist "In-Network" vs. "Out-of-Network" bei der Arztwahl?
Der Netzwerkstatus eines Arztes ist einer der wichtigsten Kostenfaktoren im amerikanischen Gesundheitssystem – und ein Punkt, den man vor jedem Arztbesuch aktiv prüfen sollte, nicht erst bei der Rechnung.
Was der Unterschied bedeutet
• In-Network: Der Arzt oder die Klinik hat einen Vertrag mit der eigenen Versicherung über festgelegte, reduzierte Preise – die Versicherung übernimmt hier den vereinbarten, meist deutlich höheren Anteil der Kosten
• Out-of-Network: Kein Vertrag mit der eigenen Versicherung – entweder wird gar nichts übernommen, oder nur ein deutlich geringerer Anteil zu ungünstigeren Bedingungen, während der Rest komplett selbst getragen werden muss
Warum das im Alltag leicht übersehen wird
Ein Arzt kann formal exzellent qualifiziert und sogar in derselben Klinik wie ein In-Network-Kollege tätig sein – der Netzwerkstatus hat damit nichts mit fachlicher Qualität zu tun, sondern rein mit dem Vertragsverhältnis zur jeweiligen Versicherung. Netzwerke unterscheiden sich zudem von Tarif zu Tarif, auch innerhalb desselben Versicherers.
Praktischer Rat
• Vor jedem neuen Arztbesuch den aktuellen Netzwerkstatus direkt bei der Versicherung oder über deren Online-Verzeichnis prüfen, nicht nur auf die Aussage der Arztpraxis vertrauen
• Bei geplanten Eingriffen in einer Klinik gezielt nachfragen, ob wirklich alle beteiligten Behandler im Netzwerk sind
• Bei einem Umzug oder Versicherungswechsel das eigene Ärzteteam erneut auf den neuen Netzwerkstatus hin überprüfen, da sich Netzwerke ändern können
Diese Prüfung dauert meist nur wenige Minuten, kann aber einen erheblichen Unterschied bei den tatsächlichen Kosten ausmachen.