Gibt es in den USA einen TÜV?
Eine direkte Entsprechung zum deutschen TÜV mit seiner bundesweit einheitlichen, verpflichtenden Fahrzeughauptuntersuchung gibt es in den USA nicht. Stattdessen ist die Regelung – wie bei so vielem im amerikanischen Alltag – Ländersache, mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen.
Wie unterschiedlich die Regelungen sind
• Manche Bundesstaaten verlangen eine regelmäßige Sicherheitsprüfung (Safety Inspection), andere nicht
• Manche verlangen ausschließlich eine Emissionsprüfung, oft nur in bestimmten, stärker besiedelten Countys
• Einige Bundesstaaten haben in den letzten Jahren bestehende Prüfpflichten sogar abgeschafft oder gelockert
• Es gibt keinen bundesweiten Standard-Prüfzyklus wie die deutschen zwei Jahre – Intervalle und Umfang variieren von Staat zu Staat
Was das für Fahrzeughalter bedeutet
Die Verantwortung für den technischen Zustand des Fahrzeugs liegt damit noch stärker beim Halter selbst als in Deutschland – ohne eine verpflichtende externe Prüfinstanz, die grobe Mängel automatisch aufdeckt. Wer sicherstellen will, dass ein neu gekauftes (insbesondere gebrauchtes) Fahrzeug technisch in Ordnung ist, sollte eine freiwillige Inspektion bei einer Werkstatt in Betracht ziehen, statt sich auf eine gesetzliche Prüfpflicht zu verlassen, die es in vielen Regionen schlicht nicht gibt.
Die konkrete Regelung im eigenen Bundesstaat und County lässt sich über die jeweilige Fahrzeugzulassungsbehörde (Department of Motor Vehicles, DMV oder äquivalent) in Erfahrung bringen.