Warum ist meine Autoversicherung anfangs so teuer?

Eine unangenehme Überraschung für viele Neuankömmlinge: Die erste Autoversicherungs-Police in den USA fällt oft spürbar teurer aus, als man es aus Deutschland gewohnt ist – und das hat einen klar identifizierbaren Grund.

Der Kern des Problems: fehlende Historie

US-Versicherer kalkulieren Prämien stark risikobasiert, und die wichtigste Grundlage dafür ist die eigene Fahr- und teils auch Kredithistorie in den USA. Eine makellose deutsche Fahrhistorie – selbst über Jahrzehnte unfallfrei – wird von amerikanischen Versicherern in der Regel nicht anerkannt, da es keinen automatischen Datenaustausch zwischen deutschen und amerikanischen Versicherungssystemen gibt.

Was die Prämie zusätzlich beeinflusst

• Kredit-Score: In vielen Bundesstaaten fließt er direkt in die Prämienberechnung ein – ein noch dünner Score wirkt sich negativ aus

• Wohnregion: Prämien unterscheiden sich stark je nach Stadtteil und Unfall-/Diebstahlstatistik der Gegend

• Fahrzeugtyp: Neuere, leistungsstärkere oder teurere Fahrzeuge erhöhen die Prämie zusätzlich

Wie sich die Prämie mit der Zeit entwickelt

Die gute Nachricht: Die anfänglich hohe Prämie ist kein Dauerzustand. Nach typischerweise ein bis drei unfallfreien Jahren mit dokumentierter US-Fahrhistorie sinken die Prämien bei den meisten Versicherern spürbar. Manche Versicherer bieten zudem an, eine nachweislich makellose ausländische Fahrhistorie (z. B. über ein Schreiben der deutschen Versicherung) zumindest teilweise anzuerkennen – das lohnt sich vorab zu erfragen und die entsprechenden Nachweise aus Deutschland mitzubringen.

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