Was ist ein Deductible?
Der Deductible ist einer der zentralen Begriffe im amerikanischen Versicherungssystem – und einer, der Neuankömmlingen am meisten Kopfzerbrechen bereitet, wenn er nicht von Anfang an verstanden wird.
Wie er funktioniert
Der Deductible ist der Betrag, den man pro Versicherungsjahr selbst aus eigener Tasche zahlt, bevor die Versicherung überhaupt anfängt, sich an den Kosten zu beteiligen. Erst wenn die eigenen Ausgaben diesen Schwellenwert erreicht haben, greift der Versicherungsschutz im vollen vereinbarten Umfang.
Warum die Höhe so unterschiedlich ausfällt
• Tarife mit niedrigem Deductible haben in der Regel eine höhere monatliche Prämie
• Tarife mit hohem Deductible (High-Deductible Health Plans) haben eine niedrigere monatliche Prämie, dafür ein höheres finanzielles Risiko bei tatsächlichem Behandlungsbedarf
• Die konkrete Höhe reicht je nach Tarif von wenigen hundert bis zu mehreren tausend US-Dollar pro Jahr
Worauf man achten sollte
• Eine niedrige monatliche Prämie ist nicht automatisch die günstigste Wahl – bei absehbarem Behandlungsbedarf kann ein höherer monatlicher Beitrag mit niedrigerem Deductible unterm Strich günstiger sein
• Manche Leistungen (z. B. reine Vorsorgeuntersuchungen) sind oft auch vor Erreichen des Deductibles bereits kostenfrei abgedeckt – ein Blick in die genauen Tarifbedingungen lohnt sich
• Der Deductible zählt üblicherweise pro Kalenderjahr neu, nicht kontinuierlich fortlaufend
Wer die eigene Krankenversicherung wählt, sollte den Deductible immer gemeinsam mit der monatlichen Prämie und den Zuzahlungen (Copays) betrachten – erst das Zusammenspiel aller drei Werte ergibt ein realistisches Bild der tatsächlichen Kosten.