Wie funktionieren Nebenkosten (Wasser, Müll, Strom) im Vergleich zu Deutschland – alles inklusive oder separat?

Anders als bei vielen deutschen All-Inclusive-Mietverträgen mit einer gebündelten Nebenkostenabrechnung durch den Vermieter, laufen Nebenkosten in den USA meist getrennt und oft direkt mit den jeweiligen Versorgern statt über den Vermieter.

Was typischerweise separat läuft

• Strom: fast immer direkt mit dem lokalen Energieversorger, im eigenen Namen angemeldet

• Wasser/Abwasser: häufig direkt mit der Stadtverwaltung abgerechnet, nicht mit dem Vermieter

• Müllabfuhr: teils Teil der Stadtsteuer, teils separate Rechnung

• Internet/Kabel: grundsätzlich eigenständig beim Anbieter der Wahl abgeschlossen

Was das für Neuankömmlinge in der Praxis bedeutet

• Bei Einzug müssen mehrere Konten bei verschiedenen Anbietern selbst eröffnet werden, statt einer einzigen Nebenkostenabrechnung vom Vermieter

• Die im Mietangebot genannte Kaltmiete ist entsprechend selten der tatsächliche monatliche Gesamtaufwand – Strom, Wasser und ggf. Internet kommen real oben drauf

• Manche Mietangebote werben ausdrücklich mit „utilities included“ (Nebenkosten inklusive) – das ist eher die Ausnahme als die Regel und sollte explizit im Angebot stehen, nicht angenommen werden

Praktischer Rat

Bei der Budgetplanung für eine neue Wohnung sollte man realistisch 150–300 USD monatlich zusätzlich für Strom, Wasser und Internet einplanen (stark abhängig von Wohnungsgröße und Klimaanlagen-Nutzung) – und diese Zahl nicht mit der reinen Kaltmiete verwechseln.

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