Wie funktioniert das Punktesystem bei Verkehrsverstößen im Vergleich zu Deutschland?

Das amerikanische System ähnelt im Grundprinzip dem deutschen Punktesystem in Flensburg – Verkehrsverstöße werden mit Punkten geahndet, die sich bei Häufung zu ernsteren Konsequenzen summieren. Die konkrete Ausgestaltung unterscheidet sich aber deutlich, und zwar von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich.

Was ähnlich ist

• Verkehrsverstöße werden mit einer bestimmten Punktzahl je nach Schwere geahndet

• Ab einer bestimmten Gesamtpunktzahl drohen Konsequenzen bis hin zum Führerscheinentzug

• Punkte verfallen nach einer gewissen Zeit ohne weitere Verstöße wieder

Was sich deutlich unterscheidet

• Es gibt kein bundesweit einheitliches System wie das deutsche Flensburg – jeder Bundesstaat führt sein eigenes Punktesystem mit eigenen Schwellenwerten

• Die Auswirkung auf die Kfz-Versicherungsprämie ist in den USA oft unmittelbarer und stärker spürbar als in Deutschland – schon einzelne Verstöße können die Prämie für mehrere Jahre spürbar erhöhen

• Bei einem Umzug in einen anderen Bundesstaat werden bestehende Punkte nicht immer eins zu eins übernommen – die Regelungen zur gegenseitigen Anerkennung unterscheiden sich

• Manche Staaten bieten die Möglichkeit, durch einen Defensive-Driving-Kurs Punkte aktiv zu reduzieren – eine Option, die es im deutschen System in dieser Form nicht gibt

Praktischer Rat

Da die konkreten Regeln, Schwellenwerte und Konsequenzen von Bundesstaat zu Bundesstaat spürbar variieren, lohnt sich nach einem Umzug ein Blick auf die aktuellen Regelungen der zuständigen Zulassungsbehörde (DMV) – insbesondere, wenn bereits Punkte aus einem anderen Bundesstaat oder Land vorliegen.

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