Was bedeutet „PTO“ und wie viel Urlaub ist in den USA üblich?

PTO steht für „Paid Time Off“ – bezahlte freie Tage – und ist in den USA deutlich knapper bemessen und weniger gesetzlich abgesichert, als man das aus Deutschland mit seinem gesetzlichen Mindesturlaub gewohnt ist.

Der zentrale Unterschied zu Deutschland

Anders als in Deutschland, wo das Bundesurlaubsgesetz einen gesetzlichen Mindesturlaub von 20 Arbeitstagen bei einer Fünf-Tage-Woche garantiert, existiert auf US-Bundesebene KEIN gesetzlicher Mindesturlaubsanspruch. Wie viel PTO ein Arbeitnehmer erhält, hängt vollständig von der jeweiligen Unternehmenspolitik ab, nicht von einer gesetzlichen Mindestvorgabe.

Was in der Praxis üblich ist

• Viele Arbeitgeber bieten neuen Mitarbeitern zum Einstieg zwischen 10 und 15 Tage PTO pro Jahr – deutlich weniger als der deutsche gesetzliche Mindestanspruch

• PTO umfasst bei vielen Arbeitgebern sowohl klassischen Urlaub als auch Krankheitstage in einem gemeinsamen Kontingent, statt wie in Deutschland getrennt geregelt zu sein

• Die Anzahl der PTO-Tage steigt bei vielen Arbeitgebern mit der Betriebszugehörigkeit graduell an

• Manche, insbesondere größere oder besonders wettbewerbsfähige Arbeitgeber, bieten inzwischen „Unlimited PTO“ an – in der gelebten Praxis wird davon aber oft nicht wesentlich mehr Gebrauch gemacht als bei einer klassisch begrenzten Regelung

Was das für Unternehmer und Arbeitnehmer bedeutet

Für eigene Mitarbeiter bei einem Unternehmensaufbau in den USA sollte die PTO-Politik bewusst und wettbewerbsfähig gestaltet werden, da sie ein wichtiger Faktor bei der Mitarbeitergewinnung ist. Als Angestellter lohnt sich ein genauer Blick auf die konkrete PTO-Regelung bereits bei Vertragsverhandlungen, da hier – anders als in Deutschland – tatsächlich Verhandlungsspielraum besteht.

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